Java Script ist deaktiviert!

Damit die Seite mit vollem Funktionsumfang korrekt dargestellt werden kann, muss Java Script aktiviert sein.

Elektronische Signatur statt Siegel
Schnellkontakt

*Pflichtfelder

Elektronische Signatur statt Siegel

11.07.2017

Digitale Aufbewahrung von Notarurkunden

"Notarielle Urkunden werden bald nicht mehr in Papierform aufbewahrt, sondern in einem elektronischen Urkundenarchiv digital gespeichert. Voraussetzung: Die Notare müssen die Urkunden digitalisieren, elektronisch signieren, verschlüsseln und in das Archiv einstellen. Betroffen davon sind auch die 122 Notare in Sachsen.

Ein entsprechendes Bundesgesetz zur Neuordnung und zur Einrichtung des elektronischen Urkundenarchivs bei der Bundesnotarkammer ist vergangenen Monat verabschiedet worden. „Das elektronische Archiv wird die Bundesnotarkammer in den nächsten vier Jahren Schritt für Schritt einrichten“, kündigt Sprecher Dominik Hüren an. Ab 1. Januar 2022 ist es dann Pflicht, dass alle neu ausgestellten Urkunden im elektronischen Urkundenarchiv für 100 Jahre aufbewahrt werden. Die Papierurkunde selbst kann dann laut Bundesnotarkammer nach einem Übergangszeitraum von 30 Jahren vernichtet werden. Wer eine Urkunde anfordert, zahlt pro elektronisch überlassener Datei 1,50 Euro. „Sind es mehrere Dateien, ist die Gebühr auf maximal fünf Euro beschränkt“, sagt Sprecher Hüren. Zum Vergleich: Für Ausfertigungen, Kopien und Ausdrucke von Notarurkunden fällt pro Seite eine Pauschale von 0,15 Euro in Schwarz-Weiß an. In Farbe kostet die Seite 0,30 Euro.

„Die Digitalisierung hat den Vorteil, dass das Schriftstück elektronisch abgelegt und sofort gegenüber Gerichten, Ämtern oder Banken weiterverwendet und versandt werden kann“, sagt Dominik Hüren. Archivieren und Einscannen von Papierdokumenten entfallen. Verwaltungs- und Archivierungsprozesse werden so beschleunigt. Statt Schnur und Siegel erhalten die Dokumente eine elektronische Signatur, die sie rechts- und beweissicher macht. Dafür müsse jeder Notar über ein speziell gesichertes Netzwerk an das elektronische Urkundenarchiv angeschlossen werden. Auf Wunsch werden Abschriften und Ausfertigungen der Urkunden aber auch zukünftig in Papierform ausgestellt."

Quelle: SZ-Online vom 04.07.2017