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Planung des neuen Verwaltungszentrums in der Innenstadt
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Planung des neuen Verwaltungszentrums in der Innenstadt

06.02.2018

Auch die Dresdner sollen mit ihren Ideen zu Wort kommen

"Die Aufgabe ist klar, die Herausforderung groß: Die Dresdner Stadtverwaltung benötigt mehr Platz – und den sollen die Ämter möglichst im Stadtzentrum bekommen, um für die Dresdner besser erreichbar zu sein. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) rechnet damit, dass die Mitarbeiterzahl in der Verwaltung jährlich um gut ein Prozent wächst. Derzeit arbeiten rund 6 000 Angestellte in den städtischen Ämtern. Etwa die Hälfte von ihnen soll künftig zentral untergebracht werden. Um Büros für sie zu schaffen, muss die Stadt rund 300 Millionen Euro ausgeben.

Ferdinandplatz wird Standort für modernes Verwaltungszentrum

 

Ein weiterer Grund für die Platznot sind endende Mietverträge in anderen Objekten, etwa im Gebäude an der Grunaer und St. Petersburger Straße. Dass der Vertrag dort 2019 ausläuft, stehe immer noch im Raum, sagte Schmidt-Lamontain am Dienstag in der Sitzung im Ortsbeirat Altstadt. Zwar habe Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) in der vergangenen Woche die Verlängerung des Mietvertrages mit TLG Immobilien per Handschlag besiegelt – unterschrieben sei aber bislang noch nichts.

Bis 2024 soll ein neues Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz gebaut werden. Es bietet Platz für 1 600 Mitarbeiter. Das Projekt kostet 162 Millionen Euro – eine Investition, die sich langfristig auszahlen würde, sagt der Baubürgermeister. Derzeit ginge viel Arbeitszeit verloren, weil die Mitarbeiter der verschiedenen Ämter für Besprechungen und Planungsrunden weite Strecken durch die Stadt fahren müssten.

Die Pläne für den modernen Neubau werden derzeit in Ortsbeiräten und anderen Gremien vorgestellt. Im März soll der Stadtrat entscheiden. Weil die Zeit drängt, soll ein sogenannter Totalunternehmer sowohl die Planungen als auch den Bau übernehmen. Ausgewählt wird unter drei bis fünf Anbietern, die ihre Entwürfe für den Neubau vorstellen. Noch steht also nicht fest, wie das Verwaltungsgebäude im Detail aussehen wird. Schmidt-Lamontain betonte am Dienstag, dass bei der Gestaltung auch die Dresdner einbezogen werden sollen. Wie und wann das passiert, konnte er noch nicht beantworten.

Die Sanierung des Neuen Rathauses am Dr.-Külz-Ring beginnt erst 2024

 

Der Brandschutz ist das größte Problem im altehrwürdigen Rathaus am Dr.-Külz-Ring. Damit es länger als bislang geplant – bis 2023 – genutzt werden kann, müssen vor der eigentlichen Sanierung nun schon einige Bauarbeiten erledigt werden. Konkret geht es um die Decken im vierten Obergeschoss, die Natursteinfassade und das Dach. Im unsanierten Teil des Hauses soll gemalert werden. Die Komplettsanierung beginnt 2024 und kostet 97 Millionen Euro. Trotz der verlängerten Nutzungsgenehmigung sollen Ende 2018 Ämter mit vielen Besuchern, etwa das Jugendamt und der Eigenbetrieb Kita, aus dem Altbau ausziehen.

Ein Anbau soll das Verwaltungsgebäude an der Theaterstraße erweitern

 

Weitere zwölf Millionen Euro investiert die Stadt in das sogenannte Ordnungsrathaus an der Theaterstraße. Die Büroflächen werden mit einem Anbau auf der Seite zum Postplatz hin erweitert. Damit die Ämter – unter anderem das Ordnungsamt, das Zentrale Bürgerbüro und die Ausländerbehörde – innerhalb des etwas unübersichtlichen Gebäudes besser zu finden sind, werden sie neu geordnet. Außerdem sollen zusätzliche Parkplätze entstehen"

Quelle: SZ-Online v. 01.02.2018